CIPA Junglinster

Ziel des vom Roten Kreuz Luxemburg ausgelobten Wettbewerbs für ein integriertes Wohn- und Pflegeheim für alte Menschen (CIPA) im Zentrum von Junglinster war die Schaffung von Wohnraum für das integrierte Wohnen von 100 Personen mit sämtlichen Versorgungs- und Dienstleistungseinrichtungen des täglichen Lebens.

Der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft witry&witry / Jim Clemes gliedert die Cipa in vier Gebäudeeinheiten, die eine schrittweise Abstufung der Öffentlichkeitsgrade - von der Außenorientierung bis hin zur Privatheit - ermöglichen. Das öffentliche Straßengeschoss beinhaltet Rezeption, Restaurant, Café, Mehrzwecksaal und kleine Ladenlokale. Auch die thematischen Duft- und Farbgärten auf den Flachdächern der Wohnflügel sind von der Straßenebene aus zugänglich. Die halb-öffentlichen Bereiche, der Medizinischen Dienst und die sozial-geriatrischen Tagesbetreuung befinden sich im parallel zum Wohnbereich angeordneten Westtrakt.

BauherrCroix Rouge Luxembourgeoise
Programmeöffentliches Straßengeschoss, halböffentlicher Bereich mit medizinischen Einrichtungen, private Wohnflügel, öffentliche Dachgärten
LieuRue Rahm, L-6142 Junglinster
Fläche10.615 m2
Volumen40.797 m3
Fertigstellung2008

Die privaten Wohnflügel der Cipa sind nach Süden ausgerichtet und öffnen sich zu den für die Region typischen Streuobstwiesen entlang der renaturierten Ernz Noire im Tal. Sie beherbergen, räumlich voneinander getrennt, die dementen und die validen Personen, die in vier eigenständigen Organisationseinheiten betreut werden.

Ein spezielles Farb- und Orientierungskonzept greift für die künstlerische Gestaltung des Innen- und Außenraumes das klassische Motiv des Gartens auf, so sind bespielsweisedie Innenhöfe, motiviert durch den Obstbaumbestand, thematisch als Kirschbaumhof und als Apfelbaumhof begrünt.